Aus dem Leben eines Unternehmensberaters

Manche Leute gehören einfach in den Knast

Veröffentlicht in In eigener Sache von casparhauser am Oktober 23, 2008

Ich finde es nicht weiter schlimm, einen Informationsrundbrief über Finanzprodukte zu schreiben. Wenn man eine gewisse Kompetenz im Schreiben solcher Rundbriefe hat, kann man für so einen Rundbrief mitunter sogar Geld verlangen.

Einen solchen Rundbrief aber mit den Worten zu bewerben:

Als CFD-Trader haben Sie fast so regelmäßige Einkünfte, wie ein Angestellter oder Beamter [...] Sie vervielfachen Ihr Geld mehrere Male im Monat

finde ich dann doch ein bisschen viel des Guten.

Es ist alles nicht neu – unseriöse Geschäftemacher, die „Informationsbriefe“ zu Themen wie „Mein Mann geht Fremd, was soll ich tun?“ bis zu „Millionär in einer Woche – kein Problem“

verkaufen, gibt es wie Sand am Meer.

Die Art, mit der dieser CFD-Rundbrief beworben wird grenz für mich allerdings schon an glatten, sauberen Betrug. Sätze wie

[...]Sie machen damit wahrscheinlich schon in wenigen Tagen Gewinne in dreistelliger Höhe. Und das ohne, dass Sie sehr viel Geld einsetzen.

Denn Sie nutzen den starken Gewinnhebel von CFDs, mit dem Sie zum Beispiel Aktien für 20.000 Euro schon für 1.000 Euro für sich in Bewegungen setzen — und das bei größter Sicherheit für Ihr angelegtes Geld. [Hervorhebung von mir]

lassen in mir lediglich den Wunsch aufkeimen, den entsprechenden Autoren am Kragen zu packen und eigenhändig einzusperren. Andrerseits wundere ich mich auch ob der Gutgläubigkeit mancher Menschen. Was nichts daran ändert, dass solche Leute, die damit wahrscheinlich guten Umsartz machen, für mich der letzte Abschaum der Gesellschaft sind. Lachen kann ich darüber jedenfalls kaum noch.

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