Aus dem Leben eines Unternehmensberaters

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Unternehmensberater gehoeren nicht gerade zu den beliebtesten Menschen. Neben Investmentbankern, Politikern, Politessen und Fahrkartenkontrolleuren gehoeren Unternehmensberater wohl zu den unbeliebtesten Berufsgruppen.

Man erzaehlt viele Witze ueber uns; schimpft ueber uns, wenn irgendwo Jobs abgebaut werden; unterstellt uns, wir seien besserwisserisch und inkompetent; und zu allem ueberfluss kosten wir 3000-4000 Euro am Tag, plus MwSt.

Es gibt wahrscheinlich genauso viele Klischees von Beratern, wie es Berater gibt. Und davon gibt es jede Menge. Allein in Deutschland bezeichnen sich 69,000 Menschen als Unternehmensberater. Anders als in geschuetzten Berufen wie bei Aerzten oder Rechtsanwaelten, braucht es dazu gerade mal einen Satz Visitenkarten, um im Geschaeft zu sein.

Viele Klischees haben mitunter sogar einen wahren Kern. Oftmals erzaehlen wir in der Tat nur, was alle schon wissen; und wir kommunizieren eigentlich immer in Form einer Power Point Praesentation.

Die meisten Menschen haben jedoch nur selten eine Moeglichkeit, sich ein eigenes Bild ueber Berater und deren Arbeit zu machen. Die Medien berichten, wenn ueberhaupt, dann ueber vermeintliche Skandale (und derer gibt es einige). Die Beraterzunft selbst gehoert mit zu den verschwiegensten und laesst sich nur auesserst selten in die Karten blicken.

Dieses Blog moechte das Beraterleben ein wenig beleuchten und aus dem leben eines Unternehmensberaters erzaehlen. Es beansprucht keineswegs fuer die Beraterzunft im Allgemeinen zu sprechen – im Gegenteil: es ist rein subjektiv, voll subjektiver Meinungen und subjektiver Eindruecke. Die knappe Zeit, die dem Autor neben seiner Arbeit bleibt, wird wahrscheinlich dazu fuehren, dass es zahlreiche Schreibpausen geben wird. In der Hoffnung, trotzdem auf neugierige Leser zu stossen, wuenscht der Autor viel Spass beim lesen und freut sich ueber Kritik und Anregungen.

Disclaimer

Der Beruf des Unternehmensberaters basiert vorwiegend auf dem Vertrauen zwischen Berater und Klienten. Berater haben Einblicke in intimste Details der Unternehmen die sie beleuchten und kennen oftmals kompromittierende oder zumindest unvorteilhafte Geschichten ueber die ein oder andere Fuehrungskraft (z.B. ein Vorstand, der besoffen in einem Moskauer Hotel randaliert hat). Wenngleich dieses Blog einen Einblick in das Leben eines Unternehmensberaters geben will, so ist es klar, dass zu keinem Zeitpunkt zuordnungsbare Informationen ueber Klienten veroeffentlicht werden.

Des Weiteren wird um Verstanednis gebeten, dass weder die Identitaet des Autors, Klientennamen, noch das Beratungsunternehmen oder Dinge, die Rueckschluesse auf diese Dinge zulassen wuerden, veroeffentlicht werden. Dies dienst zum einen dem Schutz des Autors und zum anderen der Unabhaengigkeit der Beitraege, die ohne Interessenvermischung geschrieben werden koennen.

Aehnlichkeiten zu realen Personen oder Organisationen sind in diesem Zusammenhang als rein zufaellig zu betrachten. Bei begruendeter Sorge wird jedoch gebeten, den Autor unmittelbar ueber probematische Beitraege in Kenntnis zu setzen, damit umgehend reagiert werden kann.

2 Antworten

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  1. Nils sagte, am Oktober 9, 2008 zu 5:50

    Verständlich, dass Du hier anonym bleiben möchtest, trotzdem fände ich es zur Einordnung des Geschriebenen sehr gut, wenn Du zumindest verraten würdest, wie groß die Beratung ist, bei der Du tätig bist (bis 100 MA, >100 MA oder eine drei großen?).

  2. casparhauser sagte, am Oktober 9, 2008 zu 7:35

    Moin Nils,
    ich bin bei einer Boutique <100 MA.


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